Du bist mehr als das, was passiert ist
Vielleicht schämst du dich für das, was passiert ist. Vielleicht hast du Angst vor der MPU oder fühlst dich von all den Anforderungen überfordert. Viele Menschen erleben diese Situation zunächst als belastend und wissen nicht, wo sie anfangen sollen.
Ich möchte dir Mut machen: Egal, was passiert ist – mit der MPU bekommst du die Chance, dich mit den Hintergründen auseinanderzusetzen und deinen Führerschein wiederzubekommen.
Wir lernen oft am meisten aus Erfahrungen, die wir uns nicht ausgesucht haben. Wenn es dir gelingt, deine Situation auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten, kann aus der MPU mehr werden als eine Prüfung, die du irgendwie bestehen musst.
Viele Menschen vor dir haben diesen Weg geschafft. Auch du kannst Schritt für Schritt herausfinden, was für dich wichtig ist.
Manchmal müssen unangenehme Dinge passieren, um uns daran zu erinnern,
dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern.
Seit über 20 Jahren begleite ich Menschen auf ihrem Weg
Ich bin Susanne Laumeyer, Diplom-Psychologin, Verkehrstherapeutin, Systemische Therapeutin und Potentialentfaltungscoach nach Prof. Dr. Gerald Hüther.
Seit 2002 begleite ich Menschen, die wegen Alkohol, Drogen oder Verkehrsauffälligkeiten vor einer MPU stehen.
In meiner Arbeit geht es nicht darum, eine überzeugende Geschichte auswendig zu lernen oder die richtigen Antworten auf mögliche Fragen des Gutachters oder der Gutachterin einzuüben. Eine gute MPU-Vorbereitung geht tiefer.
Es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen:
- Wie ist es zu dem Verhalten gekommen?
- Welche persönlichen Motive, Gefühle und Denkweisen spielten dabei eine Rolle?
- Was hat dich bisher daran gehindert, etwas zu verändern?
- Was möchtest du zukünftig anders machen?
- Und woran wird diese Veränderung in deinem Alltag erkennbar?
Wenn du diese Zusammenhänge für dich verstanden hast, kannst du sie auch im MPU-Gespräch glaubwürdig und nachvollziehbar erklären.
Vorbereitung ohne Druck und falsche Versprechen
Mich ärgert es, wenn mit der Angst von Betroffenen gespielt wird. Wenn falsche Versprechen gemacht werden oder Menschen bereits im ersten Gespräch zum Kauf einer Vorbereitung gedrängt werden. Eine positive MPU lässt sich nicht durch vorgefertigte Antworten garantieren.
Du solltest in Ruhe verstehen können, worum es bei der MPU geht und was du persönlich für eine fundierte Vorbereitung brauchst.
Bei mir musst du keine perfekte Geschichte erzählen. Du musst dich nicht verstellen und auch keine Antworten auswendig lernen. Aber du solltest bereit sein, ehrlich hinzuschauen und dich mit dir selbst auseinanderzusetzen.
Dabei begleite ich dich respektvoll, klar und ohne dich für das zu verurteilen, was passiert ist.
Wenn die MPU nicht mehr das einzige Ziel ist
Ein besonderer Moment in meiner Arbeit ist für mich erreicht, wenn Menschen aufhören, sich nur Vorwürfe zu machen. Wenn sie beginnen, neue Perspektiven zu sehen und ihre Themen nicht mehr ausschließlich für die MPU bearbeiten, sondern für sich selbst.
Menschen, die zuvor Alkohol oder Drogen gebraucht haben, erleben, dass sie sich ohne diese Mittel freier fühlen können. Andere erkennen, dass die Akzeptanz von Regeln nicht zwangsläufig Einschränkung bedeutet, sondern Sicherheit und neue Freiheit ermöglichen kann.
Immer wieder höre ich von Klientinnen und Klienten:
„Ich wusste nicht, dass ich etwas ändern kann. Ich dachte, ich bin einfach so und muss damit zurechtkommen.“
Genau diese Erkenntnis berührt mich auch nach mehr als 20 Jahren immer wieder: Veränderung ist möglich. Wir haben häufig mehr Möglichkeiten, als wir selbst sehen können.
Warum ich die Arbeitshefte und den Onlinekurs entwickelt habe
Auch bei einer regelmäßigen Beratung vergeht zwischen den Gesprächen Zeit. Wichtige Gedanken geraten in den Hintergrund und viele Menschen beginnen, sich gedanklich im Kreis zu drehen. Sie beschäftigen sich zwar intensiv mit ihrer MPU, wissen aber nicht, welche Fragen sie sich stellen sollen.
Deshalb habe ich meine Erfahrungen aus der Verkehrstherapie in Arbeitsheften und einem Onlinekurs zusammengeführt.
Die Materialien helfen dir dabei,
- deine Gedanken zu ordnen,
- dich mit den richtigen Fragen auseinanderzusetzen,
- persönliche Zusammenhänge zu erkennen,
- neue Perspektiven zu entwickeln,
- Veränderungen auf deinen Alltag zu übertragen
- und den Bezug zur MPU nicht aus den Augen zu verlieren.
Du bekommst eine klare Anleitung zum Reflektieren, verständliche Erklärungen und immer wieder Mut und Zuspruch. So kannst du wichtige Themen in deinem eigenen Tempo bearbeiten und deine Erkenntnisse festhalten.
Die Übungen sind nicht einfach am Schreibtisch entstanden. Sie beruhen auf meiner langjährigen Arbeit mit Menschen, die vor ganz ähnlichen Fragen und Schwierigkeiten standen wie du.
Du kannst dein Leben mitgestalten
Viele Menschen haben früh gelernt, sich anzupassen. Sie stellen hohe Ansprüche an sich, trauen sich nicht, ihre Meinung zu sagen oder gehen Konflikten aus dem Weg. Oft waren diese Verhaltensweisen einmal sinnvoll. Vielleicht haben sie dabei geholfen, schwierige Situationen zu bewältigen.
Aber nur weil du etwas auf diese Weise gelernt hast, musst du es nicht für immer genauso weitermachen.
Du musst nicht nur versuchen, mit deinem Leben zurechtzukommen. Du kannst lernen, dein Leben bewusster zu gestalten.
Du kannst neue Möglichkeiten entdecken, deine Bedürfnisse ernster nehmen und Entscheidungen treffen, die wirklich zu dir passen. Die MPU kann ein Anlass sein, damit zu beginnen.
Was mich persönlich geprägt hat
Auch ich habe in meinem Leben Herausforderungen erlebt, die nicht einfach zu bewältigen waren. Wir können uns nicht immer aussuchen, was wir erleben. Wir können aber entscheiden, wie wir damit umgehen und wie wir durch eine schwierige Zeit hindurchgehen wollen.
Aus jeder dieser Situationen habe ich etwas über mich gelernt. Diese Erfahrungen haben mich geprägt und stärker gemacht. Sie helfen mir heute dabei, Menschen nicht nur mit meinem fachlichen Wissen, sondern auch mit Verständnis und auf Augenhöhe zu begleiten.
Susanne Laumeyer
