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Alkohol

Meine MPU hat mit Alkohol zu tun

Hier findest du alles für deinen Anlass: verständliche Informationen, den interaktiven Abstinenzcheck und Materialien, mit denen du dein Trinkverhalten, deine Motive und deine Veränderungen aufarbeitest.

Kostenfreie Produkte auf dieser Seite: MPU Frage: Wie kam es zur Alkoholfahrt? Abstinenzcheck Alkohol
MPU wegen Alkohol – was du wissen solltest

Worauf achtet der Gutachter oder die Gutachterin in der MPU?

Die Aufgabe des Gutachters oder der Gutachterin in der MPU ist, herauszufinden, ob du aufgrund deines vergangenen Konsums noch kontrolliert mit Alkohol umgehen kannst oder ob es sicherer ist, abstinent zu bleiben. Niemand wertet dich aufgrund deines Konsums oder der Alkoholfahrt ab. Bewertet wird, wie du reflektiert hast und wie realistisch du heute deinen vergangenen Konsum bewertest.

Warum werden viele Gutachten negativ?

Viele Klienten kommen nach einer Alkoholfahrt in die Beratung und sind erschrocken über sich, über die Promillehöhe oder über die Konsequenzen. 99 von 100 Klienten berichten über ihren Konsum oberflächlich, ungenau, untertrieben und unrealistisch. Aus diesen Gründen werden viele Gutachten negativ. Du kannst viel dafür tun, dass dein Gutachten positiv wird.

Warum merke ich nicht, dass ich verharmlose?

Geh davon aus, dass auch du deinen Konsum verharmlost – wenn es nicht so wäre, müsstest du keine MPU machen. Die persönliche Sichtweise auf den Alkoholkonsum ist häufig eine andere als die Sichtweise des Gutachters oder der Gutachterin. Wenn das so bleibt, bekommst du eine negative MPU. Aus diesen Gründen ist es wichtig, den eigenen Konsum sehr genau zu rekonstruieren. Das kann niemand aus dem Stegreif – du bekommst eine Anleitung, wie du es hinbekommst.

Mir war es so peinlich, dass ich eine Alkoholfahrt hatte. Ich konnte anfangs nicht sehen, dass ich mehr getrunken habe. Als ich gemerkt habe, dass ich nicht verurteilt werde, konnte ich mir meinen Konsum realistisch erarbeiten.

– Klientenstimme aus der Vorbereitung

Susanne Laumeyer

Du kannst die MPU bestehen.

Egal, wie deine Promillehöhe bei der Fahrt war. Auch wenn du jahrelang viel getrunken hast. Und auch, wenn du schon mal eine MPU hattest.

– Susanne

Beantworte deine erste MPU-Frage
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Informationen zur Abstinenz

Brauche ich für die MPU eine Abstinenz?

Es ist möglich, dass du für eine positive MPU eine nachgewiesene Abstinenz brauchst. Der Gutachter oder die Gutachterin entscheidet nicht nach Lust und Laune, sondern anhand von Kriterien, die du bislang wahrscheinlich nicht kennst.

Eine Abstinenz muss jeder nachweisen, der aufgrund der Konsumgewohnheiten wahrscheinlich nur schwer beim kontrollierten Konsum bleiben kann. Wenn du nicht abstinenzpflichtig bist, kannst du weiterhin Alkohol zu bestimmten Gelegenheiten trinken. Wichtig dabei ist, dass du maximal 2–3 Getränke zu dir nimmst und harte alkoholische Getränke weglässt.

Ich hatte eine Alkoholfahrt mit dem Fahrrad – was kommt auf mich zu?

Auch mit dem Fahrrad kannst du eine MPU bekommen: Ab 1,6 Promille auf dem Fahrrad ordnet die Führerscheinstelle in der Regel eine MPU an, wenn sie davon Kenntnis bekommt. Viele denken, dass für Fahrradfahrer keine Abstinenz gilt – das stimmt nicht: Auch nach einer Alkoholfahrt mit dem Fahrrad kann eine Abstinenz notwendig sein.

Du bekommst eine Frist von meistens 3 Monaten für die Vorlage des Gutachtens beim Straßenverkehrsamt. Im Falle eines positiven Gutachtens behältst du deinen Führerschein. Wenn du die MPU nicht machst oder nicht bestehst, wird dir der Führerschein entzogen, bis zu einer positiven MPU. Für die Vorbereitung gilt dasselbe wie bei einer Fahrt mit dem Auto: den vergangenen Konsum ehrlich rekonstruieren und klären, ob eine Abstinenz nötig ist. Hier gilt: Je eher du mit der Vorbereitung beginnst, desto besser ist es.

Was ist, wenn ich auf keinen Fall eine Abstinenz nachweisen möchte?

Es gibt zwei Möglichkeiten für dich: Du riskierst eine negative MPU, weil du keine Abstinenz hast – oder du lässt dich 12 Monate von einem Verkehrstherapeuten oder einer Verkehrstherapeutin begleiten, um den kontrollierten Konsum (2–3 Getränke zu ausgewählten Gelegenheiten) stabil umzusetzen.

Wie lange muss ich abstinent sein?

Der Zeitraum der Abstinenz ist abhängig von deinem vergangenen Konsum und der Promillehöhe. Bei einer Alkoholabhängigkeit wirst du wahrscheinlich 15 Monate Abstinenz nachweisen müssen (es gibt Ausnahmen). In der Regel sind es 12 Monate.

Je höher der Promillewert, je länger der Zeitraum eines hohen Konsums und je weitreichender die Auswirkungen des Konsums, desto wahrscheinlicher ist eine Abstinenz. Wenn du mit 9 oder 6 Monaten Abstinenz die MPU bestehen kannst, musst du es besonders begründen können.

Beispiel: Die Promillehöhe war 2,8, derjenige hat über 6 Jahre hohe Mengen am Wochenende getrunken und er hatte Filmrisse, Magenprobleme und die Partnerin hat öfter angesprochen, dass er zu viel trinkt. Hier ist auf jeden Fall eine Abstinenz notwendig.

Ich habe mich anfangs sehr gegen die Abstinenz gesperrt, heute sehe ich das komplett anders. Mir tut es so gut, nichts zu trinken, und ich hätte mich von mir aus nie für eine Abstinenz entschieden.

– Klientenstimme aus der Vorbereitung

Wie weise ich die Abstinenz nach?

Die Abstinenz weist du durch Urinproben, Blutuntersuchungen (PEth) oder Haarproben nach. Nachweise vom Hausarzt sind nicht gültig. Zu den Terminen wirst du kurzfristig einbestellt: bei Urinproben 24 Stunden vorher, bei Blutproben 48 Stunden vorher.

Wo kann ich die Abstinenznachweise machen?

Du kannst die Nachweise in allen Begutachtungsstellen oder zertifizierten Laboren erbringen. Begutachtungsstellen wie TÜV, DEKRA, PIMA oder AVUS bieten Abstinenzprogramme an. Auch beim gerichtsmedizinischen Institut kannst du deine Abstinenz nachweisen. Anerkannte Labore sind zum Beispiel Labor Krone, Labor Wisplinghoff und Synlab.

Tipp für dich

Haarproben sind in den anerkannten Laboren – zum Beispiel Labor Krone oder Labor Wisplinghoff – viel preiswerter: Dort kosten sie ca. 90–120 €, in den Begutachtungsstellen etwa doppelt so viel.

Brauche ich zusätzlich eine Abstinenz für Drogen?

Wenn du einen früheren oder zusätzlichen Drogenkonsum oder einen hohen Cannabiskonsum hattest, könnte eine zusätzliche Abstinenz für Drogen auf dich zukommen.

Was kosten die Abstinenznachweise?

Die Kosten hängen von der Art und der Anzahl der Proben ab. Eine Urinprobe kostet ca. 100 €, dazu kommt eine Bearbeitungsgebühr – für ein Programm über 12 Monate (6–7 Proben) liegst du insgesamt bei etwa 800–1000 €. Eine Haarprobe kostet in den anerkannten Laboren ca. 90–120 € – zum Beispiel bei Labor Krone, Labor Wisplinghoff oder Synlab. In den Begutachtungsstellen sind Haarproben etwa doppelt so teuer.

Ab wann zählt meine Abstinenzzeit?

Bei Urin- oder Blutproben gibt es einen Vertrag für 15, 12, 6, 4 oder 3 Monate. Deine Abstinenzzeit zählt ab 14 Tage nach dem Abschluss des Vertrages mit der Nachweisstelle.

Es kann sein, dass du schon länger abstinent bist – es zählt für die MPU nur die nachgewiesene Abstinenzzeit. Schau mal, ob du eine Haarprobe untersuchen lassen kannst.

Tipp für dich

Lies den Vertrag, den du für die Abstinenzzeit bekommst, genau durch – ein Nicht-Einhalten des Vertrages führt zum Abbruch.

Wann sollte ich die erste Haarprobe untersuchen lassen?

Die erste Haarprobe lässt du am sichersten 6 Monate nach deinem letzten Konsum untersuchen – dann ist sie zuverlässig negativ, weil Haare etwa 1 cm im Monat wachsen.

Es können 3 cm für die letzten 3 Monate untersucht werden. Für die Haarprobe kannst du einmalig Körperhaare (außer Achselhaare) untersuchen lassen. Gebleichte oder gefärbte Haare werden nicht anerkannt. Dreadlocks sind ebenfalls nicht geeignet.

Tipp für dich

Wenn du weiter färben möchtest, kannst du zwei bleistiftdicke Strähnen unter dem Deckhaar nicht mitfärben und diese untersuchen lassen.

Wie viel Zeit darf zwischen dem letzten Abstinenznachweis und der MPU liegen?

Wenn du 12 oder 15 Monate Abstinenz nachweist, darf die MPU maximal 4 Monate nach dem letzten Nachweis liegen. Bei einer Abstinenzzeit von 6 Monaten beträgt die Zeitspanne bis zur MPU maximal etwa 2 Monate.

Kann ich statt Abstinenz kontrolliert trinken?

Kontrolliertes Trinken bedeutet: maximal 2–3 Getränke zu ausgewählten Gelegenheiten, ohne harte alkoholische Getränke. Die Entscheidung für den zukünftigen kontrollierten Konsum kannst du nur treffen, wenn du dir sicher bist, dass du keine Abstinenzpflicht hast.

Es ist häufig so, dass Klienten ihren vergangenen Konsum unterschätzen und nach genauerem Hinsehen zu einer anderen Einschätzung ihres Konsums kommen.

Tipp für dich

Wenn du mit kontrolliertem Konsum zur MPU gehst, lass vorher deine Leberwerte (GGT, GOT und GPT) untersuchen. Das geht – anders als der Abstinenznachweis – ganz normal beim Hausarzt. Bei erhöhten Werten sollte ausgeschlossen werden können, dass die Erhöhung vom Alkoholkonsum kommt.

Susanne Laumeyer

Wie finde ich heraus, ob ich eine Abstinenz brauche?

Es ist für dich wichtig zu verstehen, ob du eine Abstinenzpflicht hast oder nicht. Ich habe diesen Abstinenzcheck für dich entwickelt, damit du sofort zu einer ersten Einschätzung kommst und zugleich einen Einblick in die Kriterien bekommst, die in der MPU abgefragt werden. Die Anleitung findest du direkt auf der ersten Seite des Checks.

– Susanne

Abstinenzcheck – brauche ich einen Abstinenznachweis?

Der interaktive Selbstcheck

Es ist möglich, dass du für die MPU eine Abstinenz nachweisen musst. Der kostenlose Abstinenzcheck gibt dir eine erste Einschätzung, ob eine Abstinenz notwendig sein könnte – anonym und ohne Anmeldung. Dauer: etwa 10–15 Minuten.

Abstinenzcheck starten

Der Check macht keine Aussage über die erforderliche Dauer einer Abstinenz.

Wenn du lieber nicht digital arbeitest, kannst du deinen vergangenen Konsum auch mit einem Arbeitsheft rekonstruieren und dich beraten lassen.

Wie es danach weitergehen kann. Der digitale Begleiter zur Alkoholrekonstruktion hilft dir mit Fragen zum vergangenen Konsum, damit du dir einen kompletten Überblick verschaffen kannst. Im Hintergrund sammelt er deine Daten und du bekommst am Ende eine Tabelle und eine Konsumkurve zum Ausdrucken. Damit hast du alle Informationen, um die passende Entscheidung über eine Abstinenz oder einen möglichen Konsum zu treffen. Wenn du noch nicht weißt, ob du eine Abstinenz brauchst, ist es sinnvoll, mit der Konsumrekonstruktion zu beginnen.

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Das Arbeitsheft Alkohol begleitet dich bei der Aufarbeitung deiner Alkoholfahrt: dein Alkoholkonsum, deine Vermeidungsstrategien und die passenden MPU-Fragen aus Original-Gutachten. Die ausführliche Beschreibung folgt in Kürze.

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Porträt von Susanne Laumeyer

Über die Autorin dieser Seite

Susanne Laumeyer ist Diplom-Psychologin und seit 20 Jahren Verkehrstherapeutin. In ihrer Praxis für Verkehrstherapie in Münster hat sie mehr als 1000 Klientinnen und Klienten auf dem Weg zur positiven MPU begleitet. Mehr über mich →